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E-Commerce-SEO: Keywordrecherche für Onlineshops

Gute Vorbereitung und ein planvolles Vorgehen ist wichtig, wenn Sie erfolgreich Suchmaschinenoptimierung für Ihren Onlineshop betreiben wollen. Damit Ihr Aufwand nicht ergebnislos verpufft, sollten Sie daher eine sinnvolle SEO-Strategie für Ihr E-Commerce entwickeln. Der erste Schritt dafür ist eine saubere und gründliche Keywordrecherche.

Bevor Sie Ihre Inhalte optimieren können, um mit Ihrem Onlineshop besser in den gängigen Suchmaschinen gefunden zu werden, müssen Sie wissen, wonach Ihre potentiellen Kunden eigentlich suchen und welche Stichworte sie in den Suchmaschinen eingeben. Eine intuitive Herangehensweise ist dabei nur der erste Schritt, der jedoch oft nicht alle Möglichkeiten abdeckt. Als Branchenkenner wissen Sie bestens über die Details Ihrer Nische Bescheid. Gerade als Experte auf einem Gebiet besteht aber auch die Gefahr, dass Sie den sprichwörtlichen „Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“.

Wir stellen Ihnen in in diesem Artikel einige Möglichkeiten vor, mit denen Sie sinnvolle Keywordrecherche betreiben können und Ihre eigene Produktwelt aus einem neuen Blickwinkel kennenlernen. Dazu zählen die Verwendung von Google Suggest; die Inspiration für Keywords bei einflussreichen Bloggern aus Ihrer Nische oder bei der Konkurrenz; sowie die Optimierung von sogenannten „opportunity keywords“ aus Ihren eigenen Inhalten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die passenden Keywords für Ihren Onlineshop recherchieren.

Kriterien für gute E-Commerce-Keywords

Zunächst müssen wir uns die Frage stellen: Was ist überhaupt ein gutes Keyword, auf das es sich lohnt, Ihre Inhalte anzupassen? Auch wenn die Inhalte sich je nach Shop unterscheiden – lohnenswerte Stichworte oder Phrasen haben einige Gemeinsamkeiten, unabhängig vom Content. Das ideale Keyword hat folgende Eigenschaften:

  • mittleres bis hohes Suchvolumen – schließlich bringt Ihnen Platz 1 bei Google nichts, wenn niemand nach Ihrem Stichwort sucht
  • hohe Konvertierungswahrscheinlichkeit – User, die diese Keyword suchen, haben idealerweise bereits eine Kaufabsicht
  • wenig Konkurrenz – so können Sie schon mit wenig Aufwand gute Positionen in den Suchergebnissen erreichen
  • einfache Rankbarkeit – denn Top-Positionen lassen sich sonst nur schwer erreichen

Je spezifischer Ihre Keywords sind, desto einfacher ist es, dafür zu ranken – allerdings ist das Suchvolumen hier auch meist geringer. Es gilt, eine Balance zu finden zwischen Suchvolumen, Konkurrenz und Rankbarkeit.

Als ersten Schritt sollten Sie damit beginnen, Ihre Hauptkeywords selbst zu erarbeiten, um eine Grundlage zu schaffen, mit der Sie weiterarbeiten können. Idealerweise formulieren Ihre Keywords ein Problem oder eine Lösung, die Sie für Ihre Kunden anbieten.

Mögliche erste Ansätze für sinnvolle Keywords sind:

  • Ihre Nische, z.B. „Lederwaren Shop“
  • Produkte oder Kategorien aus Ihrem Shop + Aktion, z.B. „Babynahrung kaufen“
  • Konkrete Produkte oder Bestseller aus Ihrem Shop, z.B. „Damen Laufschuh Größe 38“
  • Problem/Lösung, z.B. „bester Mixer für Smoothies“
  • W-Fragen, z.B. „Was kostet eine Türklinke“

Oft ist es sinnvoll, mehrere Kategorien von Stichwörtern zu erstellen, z.B. Marke („MCM“, „Liebeskind“), Zielgruppe („Damen“, „Frauen“), Produkt („Handtasche“, „Tasche“),  Aktion („kaufen“, „bestellen“). Mit einem Concatenation-Tool können Sie schnell und einfach mehrere dieser Listen miteinander kombinieren, um Longtail-Keywords wie „MCM Damen Handtasche kaufen“ oder „Liebeskind Frauen Tasche bestellen“ zu generieren.

Der Vorteil bei dieser Methode: Sie können ein breites Spektrum an Keywords entwickeln und in Ihren Content integrieren. Der Nachteil: Sie erhalten viele Keywords, die in der Praxis kaum gesucht werden und decken gleichzeitig nicht alle möglichen Stichwörter ab, die Ihre Zielgruppe tatsächlich bei Google & Co. eingibt. Daher sollten Sie Ihre eigene Erarbeitung durch weitere Methoden ergänzen.

Onlineshop-Keywordrecherche mit Google Suggest

Die Suggest-Funktion von Google kennen Sie sicherlich aus Ihrem täglichen Umgang mit der Suchmaschine: Sobald Sie beginnen, einen Begriff einzutippen, schlägt Google Ihnen bereits Vervollständigungen vor. Diese basieren auf Suchanfragen, die Nutzer bereits in der Vergangenheit getätigt haben.

Mit einem Google-Suggest-Tool können Sie sich diese Vorschläge bequem für Ihre Begriffe zusammenstellen lassen. Aus der Liste können Sie passende Suchanfragen auswählen und Ihre Inhalte darauf abstimmen.

Die Nutzung von Google Suggest ist aus zwei Gründen sinnvoll: Zum Einen ist bekannt, dass Nutzer entsprechende Phrasen in der Vergangenheit tatsächlich ins Suchfeld eingetragen haben ;es handelt sich also um echte Suchanfragen; nicht um theoretische Überlegungen. Zum Anderen werden die mit Suggest erstellten Phrasen auch anderen Nutzern bei der Suche vorgeschlagen; das macht es wahrscheinlich, dass Nutzer den Vorschlag annehmen und tatsächlich nach dieser Wortkombination suchen, selbst wenn sie eigentlich eine andere Formulierungsvariante gewählt haben.

Onlineshop-Keywordrecherche bei Influencern und Bloggern

Konkurrenzanalyse ist wichtig – und gerade im Bezug auf SEO für den Onlineshop können Sie mit ein wenig Fleiß viele wichtige Daten sammeln. Schließlich sind die Inhalte Ihrer Mitbewerber und von Influencern und Bloggern aus Ihrer Nische für jedermann sichtbar im Web.

Nehmen Sie sich also die Zeit und analysieren Sie die Keyword-Struktur der anderen Mitspieler in Ihrer Branche. Vielleicht entdecken Sie klaffende Lücken in Ihrer eigenen Stichwortsammlung. Oder Sie stellen fest, dass die Konkurrenz eine vielversprechende Thematik verschläft und Sie hier mit wenig Aufwand viel Sichtbarkeit erzeugen können.

Besonders der Blick über den Tellerrand, weg vom direkten Mitbewerb und hin zu unabhängigen Bloggern und Influencern kann sich lohnen. Oftmals sind sie etwas kreativer in der Gestaltung ihrer Inhalte – weniger Produkt; mehr Lösungen. Hier können Sie sich Inspiration holen, beispielsweise für Ihren eigenen Shop-Blog zum Nischenthema, oder für Marketingaktionen zu konkreten Themen mit eigens erstellen Landingpages. Mit modernen Shopsystemen wie Shopware können Sie schnell und mit wenig Aufwand emotionale Einkaufswelten erstellen, mit denen Ihr Onlineshop mehr ist, als nur ein virtueller Artikelkatalog.

Optimierung von „opportunity keywords“ für Onlineshops

Wenn Ihr Shop schon eine Weile besteht, haben Sie mit ziemlicher Sicherheit eine Menge ungenutztes Potential, das nach Optimierung schreit. Eine attraktive Mischung aus geringem Aufwand mit großer Wirkung bieten die sogenannten „opportunity keywords„: Dabei handelt es sich um Suchanfragen, für die Sie bereits bei Google & Co in den Suchergebnissen erscheinen, allerdings nicht in gut sichtbaren Positionen.

Keywords mit durchschnittlichen Rankings zwischen Position 11 und 20 sind bestens geeignet für eine Optimierung. Sie erscheinen erst auf der zweiten Seite der Suchergebnisse und werden so vielfach übersehen. Gleichzeitig bieten sie viel Potential aufgrund der Tatsache, dass sich einige verzweifelte User doch bis zu ihnen durchklicken. Das lässt vermuten, dass die Ergebnisse auf Seite 1 nicht besonders hochwertig sind.

Analysieren Sie also regelmäßig alle Keywords mit durchschnittlichen Suchergebnis-Positionen zwischen 11 und 20 genauer und prüfen Sie die Qualität der Konkurrenzseiten. Oftmals lässt sich schon mit ein wenig zusätzlichem Content der Sprung auf Seite 1 erzielen. Einen Einblick in die durchschnittlichen Rankings auf Ihrer Seite erhalten Sie mit der Google Search Console (ehemals Webmaster Tools).

Eine weitere Möglichkeit zur Nutzung vorhandener Daten ist die Analyse der Onpage-Suchergebnisse. Hier lernen Sie die Bedürfnisse Ihrer User besser kennen und bekommen einen exklusiven Blick in die getätigten Suchanfragen. Einfacher können Sie nicht an praxistaugliche Keywords kommen!

 

Mit den hier vorgestellten Methoden sollten Sie bald eine große Liste an sinnvollen und nutzbaren Keywords zusammengestellt haben. Im kommenden Blogpost verraten wir Ihnen, wie Sie Ihren Content und Ihre Texte auf die so gesammelten Stichworte optimieren.

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