Friedmann Blog

eCommerce und Einzelhandel wachsen zusammen

eCommerce und Einzelhandel kämpfen um die Gunst der Konsumenten …

Der Einzelhandel ist in der Krise. Stationäre Händler und Kulturpessimisten gleichermaßen prophezeien einen schier unaufhaltsamen Wandel: Die Innenstädte sterben aus. Räumlichkeiten stehen leer. Eine tote City ohne Einkaufserlebnisse droht.

Und der rasante Erfolg der Onlinehändler macht die Sache nicht einfacher für den Einzelhandel. Innerhalb weniger Jahre ist eCommerce vom Nischenthema zum stark wachsenden Markt geworden, der immer neue Rekorde bricht. Plötzlich scheint ein neuer Konkurrent auf die Bühne getreten zu sein, der dem angeschlagenen Einzelhandel den Rest zu geben droht.

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Kein Wunder also, dass viele Einzelhändler beim Blick auf einbrechende Umsätze und sinkende Besucherzahlen den Onlinehandel verantwortlich machen. Und so ganz Unrecht haben sie nicht: Immer mehr Konsumenten shoppen online und nutzen die Vorteile, die der Einkauf im WWW bietet: Größere Auswahl, bessere Transparenz, niedrigere Preise.

Doch der Einzelhandel hat seine eigenen Trümpfe in der Hinterhand: Stationäre Händler sind beratungsstark und bieten erlebbare Einkaufswelten, in denen der Konsument die Produkte bereits vor dem Kauf sehen, fühlen, riechen oder hören kann. Artikel emotional erlebbar machen – das gelingt offline mit weniger Kraftaufwand als online.

… doch erst, wenn Online- und Offline-Welten ihre Stärken kombinieren …

Zurzeit sind eCommerce und Einzelhandel in zwei getrennten Welten zu Hause. Jeder bemüht sich, den Konsumenten auf die eigene Seite zu ziehen. Doch der nächste große Wandel steht bevor: Die Digitalisierung des stationären Handels. Der Markt ist im Umbruch, und mit neuen Technologien und frischen Ideen wachsen Online und Offline zusammen und kombinieren ihre Stärken. Vom vermeintlichen Gegeneinander zum Miteinander. Zusammenarbeit statt Konkurrenzkampf.

Die Ideen zur Umsetzung sind vielfältig und reichen von beinahe schon klassischen Cross-Channel-Konzepten über Sortimentserweiterungen und technologiegestützte Produktberatung im Geschäft bis hin zu aus dem eCommerce entlehnten Ideen wie Targeted Advertising in der wirklichen Welt und Offline-Analytics für Retail Stores.

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Mit der Digitalisierung erhalten Einzelhändler Möglichkeiten, die bisher eCommerce-Profis mit ihren Onlineshop-Auswertungstools vorbehalten waren. Dynamisch eingeblendete Videos sind genau auf den Kunden abgestimmt und zeigen nur relevante Angebote oder Aktionen – ähnlich wie zielgruppengesteuerte Werbeanzeigen im Internet. Smarte Preisschilder beziehen ihre Informationen aus einer zentral gepflegten Datenbank und machen händische Pflege von aktuellen Preisen überflüssig.

Die Anzahl der Produkt-Pick-Ups oder die Anzahl der Augenkontakte werden gemessen und ausgewertet. Bewegungsanalysen zeigen, wo und auf welchen Pfaden Kunden sich im Geschäft bewegen. Und mit Location Based Advertising können Kunden über ihre Mobiltelefone ganz gezielt angesprochen werden, wenn sie sich in Reichweite eines Ladengeschäfts befinden.

… ergibt sich ein Mehrwert für den Kunden …

Online-verwöhnte Kunden finden nun auch beim Händler vor Ort Features, die sie bisher aus dem Internet kannten und profitieren gleichzeitig von den einzigartigen Services, die ein Händler nur im Ladengeschäft bieten kann. Smarte Regale präsentieren Produkte und geben weiterführende Produktinformationen, wenn ein Artikel aufgenommen wird.

Digital-Signage-Lösungen erweitern das Sortiment um aktuell nicht vorrätige Artikel. In-Store-Navigationen mittels LED-Displays weisen dem Kunden den Weg zum gesuchten Produkt. Tabletgestützte Produktberater können vom Kunden oder Mitarbeiter zurate gezogen werden, um zusätzliche Informationen abzurufen.

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Durch Cross-Channel-Konzepte wachsen eCommerce und Retail zum Omni-Channel zusammen. Die künstliche Trennung beider Welten wird aufgehoben. Mit Features wie automatischer Filialzuweisung werden Onlineshop-Kunden an die nächstgelegene lokale Zweigstelle gebunden. Mobile-Payment-Lösungen erlauben es, auch offline mit digitalen Geldbörsen zu bezahlen. Die Möglichkeiten für zusätzliche Einkaufsservices sind schier endlos.

Dienstleistungen aus früheren Zeiten, die mit dem Aufstieg der Discounter wegrationalisiert wurden, werden wieder reaktiviert und erleben mit Lieferservices, Picking- und Abo-Services (Click & Collect) ihre Renaissance. So freut sich der Kunde über das Beste beider Welten. Und Händler, die den Trend erkannt haben, freuen sich über steigende Umsätze – online und offline.

… und beide Welten wachsen zusammen!

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